Ein Schritt voran und drei zurück

Ich habe das Gefühl, dass ich mich momentan einfach auf einem Tiefpunkt befinde. Dass ich viele, viele Schritte zurück gemacht habe, im Gegensatz zur Schulzeit.

Gestern hat mich mein Prof im Seminar etwas gefragt. Die Antwort wäre simpel gewesen, simpel und kurz. Ich hätte einfach nur den Mund auftun müssen und ein einziges Wort sagen müssen. Nur ein einziges Wort.

Trotzdem war ich wie gelähmt. Rechnete nach und nach und traute mich einfach nicht, die Antwort zu nennen.

Früher, in der Schulzeit, hatte ich damit überhaupt keine Probleme. Dort habe ich es zwar auch gehasst, wenn Fragen gestellt wurden, die lange Erklärungen als Antwort erforderten, und mich größtenteils darum gedrückt, aber kurze Antworten waren kein Problem. Da habe ich mich sogar manchmal freiwillig gemeldet, einfach so.

Das ist jetzt unvorstellbar für mich. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, kann die Ursache aber vermuten. Damals kannte ich meine Mitschüler, die größtenteils weiblich waren, mit einigen von ihnen war ich sogar gut befreundet. Meine Mitstudenten sind nun größtenteils männlich und mir nur flüchtig bekannt. Allerdings erinnere ich mich an Seminare am Anfang des Semesters, wo ich geantwortet habe, wo es mich nicht allzu sehr gestört hat. Und da saßen doch die selben Mitstudenten im Raum.

Wie auch immer - ich habe mich nun schon das zweite Mal in Folge schlicht und einfach geweigert, irgendetwas zu sagen. Das ist nicht gut und ich sollte es mir schnell wieder abgewöhnen...
19.1.10 19:57
 


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